Texte

Ich möchte, dass Ihr Herz und Ihr Bewusstsein berührt werden. So dass der Samen in Ihrem Inneren Unterstützung zum Keimen bekommt. Darum stehen hier keine Sätze, die sich schnell überfliegen lassen um ebenso schnell wieder aus dem Gedächtnis zu verschwinden.

Esist wohl mancher Abschnitt schwer zu lesen. Ich fächere nicht Alles so weit auf, dass Ihr Verstand es sich bequem machen kann. Dann wären es reine Informationen und Sie würden sich nicht verändern. Und wahrscheinlich würden Sie sie auch sehr schnell wieder vergessen. Langsamkeit, im Herzen bewegen, Sehnsucht nach Wachstum heißen die Schlüssel für diese Texte. Sie können auch um die Hilfe des Heiligen Geistes bitten.

Was ich hier schreibe, ist aus Einsichten und Erfahrungen meiner bewussten Zeit mit der Quelle, dem Ursprung von Allem, was ist, entstanden. Vieles habe ich in diese Inkarnation mitgebracht. Drei Bücher haben mich außerdem über meine Lebensjahre begleitet: Aus dem Hunger nach Erkentnis habe ich mich bereits in meiner Kindheit und Jugend dem Studium der Bibel zugewandt. Mit 10 Jahren hatte ich sie das erstemal vollständig gelesen. Ich war berührt, dachte oft über einzelne Abschnitte nach, aber verstand nicht viel. Als Jugendliche setzte ich mich mit Ihr und meiner Mutterkirche, der evangelischen, heftig auseinander. Als junge Erwachsene habe ich mich schließlich kritisch der Kirche abgewandt. Die Bibel war mir nur noch Geschichtenbuch. Wissenschaftliche Hintergründe erarbeitete ich in 6 Semestern Theologiestudum. Nebenbei erwarb ich mir Einiges, was mir erst heute hilft, wenn ich Geschichten aus der Bibel begegne. Danach hatte mir über 20 Jahre fast nichts Religiös-Spirituelles mehr etwas Tiefgründiges, Leben Spendendes zu sagen. Bis meine Verbindung zur Quelle, die ich als Kind verloren hatte, zurückkehrte. Von nun an konnte ich Alles fragen. Obwohl ich nicht immer eine Anwort erhielt, bekam das Leben einen Sinn. Wertvoll war es auch, als ich auf das Buch von Johann Kössner stieß: „Wenn Seelen Schöpfergötter werden. Wer den Tod begreift, versteht das Leben.“ Der Tod und das Geschehen um ihn herum interessierten mich, seit ich meine Großmutter beim Sterben begleitet hatte.

Die Rolle der Materie und ihre Aufgabe für die Schöpfung wurde mir durch dieses Buch noch deutlicher bewusst. Ebenso aber auch ihre verschwindend kleine Rolle im gesamten Schöpfungsgeschehen. Und dann erhielt ich ein Geschenk, „Die Antwort der Engel“, aufgezeichnet von Gitta Mallasz 1943/44, mitten im Getöse des 2. Weltkriegs. Verstehen und Erinnern waren eins, Seite für Seite tastete ich mich vor, ein diszipliniertes, verlangendes Selbststudium. Immer wieder wusste ich, ja, so ist es. So stimmt es für mich. Doch die Quelle sagte mir ganz klar: „Ja. Dennoch ist nicht mehr alles aktuell.“ Ein Beispiel: Die Zeit des Opfers ist vorbei. So half der Weg dieser Menschen der im Kriegsgeschehen gefangenen Zeit, ein Ausgleich könnte man sagen. In solcher Weise haben sich immer wieder Menschen inkarniert. Dies ist nun nicht mehr erforderlich. Doch die Signatur des Opfers lebt noch tief in unserem Menschenfeld. Eine andere Art, sowohl als Mensch, als auch mit dem Quellfeld verbunden zu leben, ist noch wenig erforscht. Es heißt, seinen Weg ins Unbekannte setzen. Ein Weg beschreiten, der noch nicht da ist. Dabei geht es um das Erschaffen des Neuen jenseits des Egos. Eerschaffen aus dem Schöpfungsraum. Auch ich bin für das Neue hier. Und ich bin nicht die Einzige.

Schöpfungstag

Wie erscheint uns die Welt doch groß…

Mein Gehirn platzt leider fast, wenn ich mir all die Sonnensysteme und Galaxien vorzustellen versuche. Die Milchstraße schwarze Löcher. Und dabei kann angenommen werden, dass diese unfassbar ausgedehnte Materie nur ein Teil einer weit größeren Schöpfung ist. Der Wurmfortsatz vom Blinddarm sozusagen. Eine Ausstülpung von Geist, der sich ausschnittsweise in die Materie hinein beschränkt und verfestigt. Wie können wir dies fassen? Mit dem Verstand nicht. Das Kleinere nimmt das Umfassendere anders wahr als das Übergeordnete das Kleinere. Daher gibt es keine Möglichkeit für uns, das Übergeordnete angemessen über Nachdenken wahrzunehmen. Ein anderer, dahingegen mit dem Herzen verbundener Sinn ermöglicht uns dennoch, das begrenzte Denken, dass sich an dem Fassbaren orientiert, zu verlassen. Denken wird ersetzt durch Wahrnehmen. Und das Wahrnehmen geschieht beispielsweise in Bildern. Oder in Frequenzen, die dann noch in Worte umgewandelt werden müssen. Oder als Gewissheit. Uns stehen also intuitives Wissen (jenseits vom Denken), Erfassen von Frequenzen sowie Bilder zu Verfügung. Dafür müssen wir bereit sein, ich wiederhole es, unser gewohntes Denken und unser Wollen zu verlassen und uns im Herzen zu versammeln. Ich weiß nichts und empfange. Und bescheide mich. Denn: Was ich dann weiß, ist nur ein winziger Einblick, und dazu auch noch so nicht ganz korrekt, s.o., und dennoch: Es ist hilfreich, um überhaupt den Blick weiten zu können und einen Einblick in das Übergeordnete, aus dem die Materie entstand, zu erhalten. Und dann die innere Ausrichtung, die innere Haltung, das eigenen Tun, Denken und Fühlen zu verändern.





Helfender Weise gibt es nun noch eine weitere Möglichkeit des Verstehens, und zwar die Unterstützung vom …

Heiligen Geist

beim Lesen von Texten.

Es ist eine Wortschöpfung, die wir aus der allerdings so gottfernen Kirche kennen. Ich verwende sie sehr gerne, da sie doch gut benennt, was gemeint ist. Der aus der Tiefe des Herzens nach Antworten Suchende erfährt den Heiligen Geist, der ihm das Finden ermöglicht: Worte und Sätze erhalten eine weitere, andere Bedeutung, über ihren eng gefassten wörtlichen Rahmen hinaus und bewirken ein umfassenderes Verstehen. Oder ein tieferes. Oder wir erfassen das Eigentliche, um das es geht. Oder verstehen, ohne sagen zu können, wie. Wir haben etwas tatsächlich Neues erfahren. Oder es uns in der aktuellen Inkarnation wieder einmal neu bewusst gemacht, etwas, von dem wir wissen, dass es wahr ist. Ein Begreifen. Es ordnet sich in uns. Jaaaaaa!

Auch hier gilt, der Verstand kommt da nicht hin. Mit Wollen kommen wir nicht dahin. „Der Geist weht, wo er will.“ Doch zur rechten Zeit umweht er den Suchenden. Wenn der passende Zeitpunkt gekommen ist. Dann verstehen wir. Was wir verstehen, kommt dem Göttlichen, dem eigentlich Unverständlichen ein Stück näher. Darum wurde er einst als der HEILIGE Geist bezeichnet.

Das berühmteste Beispiel dafür ist die Bibel selbst. Ein anderes, das ich gerne als die Fortsetzung der Bibel bezeichne, heißt „Die Antwort der Engel“, aufgezeichnet von Gitta Mallasz in schwierigster Zeit 1943/44. Die Engel, die da gemeint sind, sind die Gottesboten, wie wir sie beispielsweise aus der Weihnachtsgeschichte kennen: Maria empfing eine wichtige Nachricht. Und bewegte sie in ihrem Herzen, erfahren wir. Damit hat sie alles richtig gemacht. Denn, noch einmal, nur das Herz kann die Botschaft verstehen, nicht der Verstand des begrenzten menschlichen Ichs, des Egos. Und tatsächlich, soweit wir aus dem Neuen Testament wissen, sie verstand! Gott sei dank.


Engel?

Ein zwiespältiges Wort, weil heute so miserabel besetzt. Gruselig beschrieben in der Offenbarung, im Mittelalter zeitlos schöne, ratlos stimmende Jünglinge, dann süße, fette sinnlos herumsitzende Püppchen und Putten bis schließlich der heißgeliebte Wellnesspart für verzärtelte Menschenegos, die ihre persönliche Macht noch um ein kleines bisschen erweitern wollen, wenn schon das Feldherrengehabe, der Henker oder Geldschneider als Rolle für das eigene Ich nicht mehr dienen können.

NEIN! Bild für ein quellnahes Bewusstseinsfeld, das sich einem Menschen offenbart. Keine Person. Kein umflügeltes Wesen, das für freie Parkplätze und materielles Wohlbefinden des Bittenden sorgt. Ganz anders. Von Gott stammendes Bewusstsein gibt sich eine Fassung, um eine heilige Aufgabe zu übermitteln, die dem oder der Empfangenden einiges abverlangen wird. In der „Antwort der Engel“ folgen 3 der 4 Fragenden* Jesus, dem Gottessohn nach, überwinden die Materie und verlassen den Inkarnationszyklus. Sie kehren heim. Dabei opfern sie alles Materielle, bis hin zu ihrem Leben, weiten ihr Bewusstsein in die völlige Selbstlosigkeit und erlangen eine den persönlichen Spielraum weit überspannende Wirkungskraft, nämlich in die gesamte Materie hinein. Schöpfungskraft. (Und dieses, das schiebe ich hier mal ein, ist genau das, was kommt. Ein Erschaffen jenseits des Egos, des selbstbezogenen Ichs, das nur 3 einzelne, äußerst begrenzte Möglicheiten kennt: für sich zu erschaffen, für sich und andere oder für andere und dabei nicht für sich selbst. Das Schöpfen, das ich hier erwähne, ist nun so neu, dass die wenigen, die es bereits tun, noch nicht verstehen. Aber: Es ist die Zukunft. Es ist das, was kommt. Die Begrenztheit des menschlichen Ichs, des Egos, wird dabei verlassen.)

Zur Quelle geht es hin? Ja. Und daher, von der Quelle, kommen auch Menschen.


Ich spreche hier von den oft so genannten

Neuen Kindern

und bereits Erwachsenen, die nicht aus einem individuellen Inkarnationszyklus heraus inkarnieren. Oh, die Armen. Achtung! Es sind nicht die spektakulären Wunderkinder mit so unglaaauuublichen Fähigkeiten. Bei denen niemand erfährt, welchem Wachstum sie wohl dienen. Da sie keinem Wachstum dienen. Nur dem Bewundern des Egos, das bewundern will. Einer weiteren Manipulation von und Spiel mit der Materie. Und der Verwirrung. Was nütze es, wenn der gebogene Löffel auch noch fliegen kann? Die also nicht. Nun gut, einigen wir uns, dass es 2 Sorten Neue Kinder gibt. Die großartigen. Und die unerkannten, aus dem Quellfeld stammend.

Übrigens sind sie im Inneren beschenkt mit einer Fülle, die weit über das gewohnte irdische Maß hinaus geht. Bekommen sie Raum dafür, tragen sie diese Fülle in die Welt. Doch dieser Raum fehlt zur Zeit weitgehend.

Erwachsene:

„Leben in den althergebrachten Erfolgsmustern will einfach nicht gelingen. Der Erfolg bleibt irgendwie aus. Da sperrt sich was. Und ich habe eine Kraft in mir, die ich nich verstehe und schon garn nicht nutzen kann. Wann denn endlich? Wann verstehe ich sie? Und wie einbringen? Das Leben ist zäh. Und auch latent langweilig. Das kann mich hier alles nicht erwärmen.“ Natürlich, möchte ich entgegnen, denn nur, wie bei jedem Menschen, wenn du endlich tun kannst, wofür du gekommen bist, wird das Leben dir wenigstens zeitweise richtig Freude machen.

Wenn es an der Zeit ist, sagt die Quelle. Es liegt nicht an Dir. Es muss alles bereit sein. die Erde, alles was darauf kreucht und fleucht muss irgendwo ein erstes Plätzchen frei machen, auf und in das hinein du wirken kannst. Niemand kann das erzwingen und beschleunigen. Gedulde dich. Du wirst nicht vergeblich gelebt haben.

Kinder:

„Wir verstehen nicht so richtig, wie was läuft. Das ganze Leben ist so anstrengend. Was an Werten und Regeln vorgegeben wird, passt irgendwie nicht. Selbst wenn ich will, ich kann mich nicht richtig anpassen. Och manno. Mein Bewusstsein nimmt anders wahr und zieht andere Schlüsse, und darum kommt es immer wieder zu Kommunikationsstörungen mit den Menschen. Irgendwo versagen wir auf ganzer Breite, die Folge für uns ist ein gravierender Mangel an Selbstbewusstsein. Darum geben wir euch Beispiele: Wir sind ganz lieb und sozial, aber schaffen die Schule nicht. Oder grade so. Wir sind aggressiv, weil wir unsinnige Regeln nicht befolgen können, und werden fast von der Schule geschmissen. Das Heim steht bevor, wenn keiner hilft. Warum erkennt uns denn niemand? Oder wir erscheinen nach Außen normal, sind aber trotzdem gaaaanz dolle einsam und schaffen es eben nur, mit grpßem Aufwand der Norm zu entsprechen. Das ist aber alles so sinnlos.“

Ja, es ist so wichtig, dass ihr gesehen werdet. Es braucht mindestens einen Menschen, der euer Wesen wahrnehmen kann, damit ihr einen Raum auf der Erde erhaltet um zu sein. Sonst erstirbt eure Lebenskraft. Ihr werdet kränker und kränker. Vielleicht depressiv. Vielleicht wahnsinnig. Ihr könnt euch nicht mit dem Schatz eures Inneren einbringen und folglich nicht wertschätzen. Noch besser ist es, immer und immer wieder gesehen zu werden, am besten nicht nur von einem sondern von mehreren Menschen. Und Dolmetscher zu finden, die beide Seiten verstehen, euch und die Welt. Und euch verständlich machen können. Die Welt euch. Und euch der Welt. Wo seid ihr Übersetzer? Es gibt einfach zu wenige.

Die Menschen der alten Welt sprechen zu oft unecht. Sie meinen nicht das, was sie sagen. Das erschwert den Neuen Kindern die Kommunikation. Sie tragen eh soviel in sich, das sie (noch) nicht in Worte fassen können. Darum ist ihnen die Ehrlichkeit des Herzens wichtig – als Basis für Verstädnigung und Kommunikation. Und dass die Sprache als das genutzt wird, was sie am besten kann. Also nicht zur Vertuschung von Gefühlen und Denken, zum Ablenken, zur Show, zum Beeindrucken, Manipulieren oder gar Machtausübung. Sondern zur Information, Klärung und Verständigung.


Die Bibel

Die „Anwort der Quelle“ erzählt uns sehr viel von diesem Sein und Hingehen zu Gott. In einer aufrichtigen und tiefgreifenden Sprache, die sämtliche Zellen des Lesenden berührt. Sie ist nach bald 60 Jahren also hoch wichtig und zugleich nicht mehr in Allem aktuell. Denn die Beziehung zwischen Gott und den Menschen entwickelt sich immer weiter. Klar. Wir entwickeln uns ja auch immer weiter. Wir merken es an den vielen Problemen, die wir mit dem Übersetzen und Verstehen der beiden Teile der Bibel haben. Was wir in dem dicken Buch „Bibel“ finden, jenseits von Schreibfehlern und bewusster Fälschung, stimmt. Zu seiner Zeit. Also damals. Wir können es dennoch oft nicht mehr verstehen. Wie kann beispielsweise ein Mensch von Gott aufgefordert werden, seinen Sohn auf einem Altar zu opfern? Menschenopfer? Mit diesem grausamen Gott will ich nichts zu tun haben. Doch wir lesen diese alten Geschichten mit unserer Sprache, der deutschen Sprache des 20. und 21. Jahrhunderts. Und mit unserem heutigen Denken. Unseren heutigen Werten. Und darum sollten wir vorsichtig sein in unserer Interpretation. Wir können davon ausgehen, dass wir nicht genau das lesen, was gemeint ist.

Da schreiben zu können vor wenigen tausend Jahren noch ein Privileg für wenige Priester und Verwalter, also Bewahrer des Bestehenden, war, gab es wenig Grund, verschwenderisch mit dem geschriebenen Wort umzugehen. Die Bibel ist kein Unterhaltungsroman. Wichtiges, der Zeit Wichtiges, finden wir dort. Einsichten, Erkenntnisse, Werte. Und so soll es gelesen werden. Uns heute ist nämlich einiges Anderes wichtig. Beim Verstehen hilft uns außerdem, so oft wie möglich davon auszugehen, dass es sich bei den erzählten Geschichten oft um Verdichtetes, nämlich Bilder handelt. Bilder sind eine geeignete Form, sprachlich konzentriert Wichtiges weiterzugeben. Sie verlangen die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften, wodurch die Beschränkung des rein logischen Denkens überschritten wird. Damit wird eine Mehrschichtigkeit der Informationen möglich.

Beispiel: Abraham soll seinen Sohn opfern.

Lesen wir so die Geschichte des armen Vaters und des böse fordernden Gottes wird eine ganz andre daraus:

Es geschah zu einer Zeit, als die Menschen sich immer stärker in ihrem Körper verankerten und begannen, sich als einzelnes Individuum wahrzunehmen und als solche weiterentwickeln zu wollen. Zu diesem Zweck gewann das Materielle an Bedeutung. Denn wer etwas Individuelles entwickeln wollte, konnte dies am besten im Rahmen eines materiell erfüllten Lebens. (Und so ist es bis heute. In bitterer Armut lässt es sich schwerlich entwickeln, geschweige denn die eigene Individualität erweitern. Die Zeit dafür fehlt beispielsweise, wenn der Tag damit zugebracht werden muss, für den physischen Erhalt des eigenen Lebens und der Familie zu sorgen.)

Der Besitzende konnte sagen: Ich bin anders als Alle. Ich besitze und bestimme. Ich trage und ertrage Verantwortung. Als Teil einer Gruppe brauchte ich das nicht. Doch wenn ich hervorsteche, muss ich Verantwortung übernehmen.

Das scheint Alles ganz in der Ordnung, denn die Entwicklung unserer Individualität ist eine Aufgabe für die Menschen. Verantwortung für uns und andere zu übernehmen, gehört dazu. Doch dafür wurde ein Preis bezahlt: Die Erinnerung an unsere Herkunft, an das Göttliche, an die Quelle nahm ab. Das war der Haken bei der Sache. die Quelle musste also etwas tun, um den Faden der Erinnerung als Quell von Schöpferkraft und Liebe und als Sicherheit für eine Rückkehr zu erhalten. Den Faden der Ariadne sozusagen. Und dafür entsandte er Menschen. Bis heute inkarnierten sie also, um als das Bindeglied zwischen Mensch und Gott zu dienen. Nehmen wir an, Abraham gehörte dazu. Auch wenn seine Rolle als Stammvater, also etwas Materielles, allgmein eher betont wird. Gehen wir davon aus, dass er zu den Gesandten gehörte. Und dafür spricht, dass sich Gott nicht nur direkt an ihn wendet, sondern dass Abraham Gott auch noch hört und versteht!

Abraham darf sich als solcher nicht in der Materie verlieren. Er darf die Quelle nicht vergessen. Und so geht an ihn der Ruf und die Frage, was ihm wichtiger ist. Ein eigener Sohn ist das stärkste Bild für Materie, das wir aus dieser patriarchischen Zeit kennen: Der Sohn übernimmt und gibt das Eigene des Vaters weiter, er ist das eigen Fleisch und Blut – Materie. Mit ihm hat das Fortbestehen, das Erbe seinen Bestand. Er wird nicht vergehn. So die Hoffnung, so die Aussicht. Das soll Abraham aufgeben: Schmerzhaft etwas von Bedeutung hergeben ist die ursprüngliche Bedeutung Opfer. Um dafür im Gespräch mit Gott bleiben zu können. Und seiner Bestimmung gerecht zu werden.

Es taucht das Wort „fürchten“ auf und führt uns in die Irre. Wir verbinden damit Macht, Gefahr und Angst. Jemanden zu fürchten heißt, ihm unterworfen zu sein. Es mag Abraham zwar wohl Angst gemacht haben, was Gott da verlangte. Doch gemeint ist eher die Ehrfurcht: Was ER sagt, zu hören uns sehr ernst zu nehmen.

Abraham besteht die Prüfung. Was so schwer aussieht und sicher genau so auch schwer war, das schafft er. Die Materie belibt das Zweite. Das erste ist die Verbindung zu Gott.

Und da die Geschichte ein Bild ist, geht es hier nicht um historisch korrekte Personen. Und ebenso nicht um einen historisch belegten Tathergang. Erzählt wird ein archetypischer Vorgang, wie es die Gottesdiener immer wieder erlebt haben. Wie es konkret ablief, mag die verschiedensten Facetten gehabt haben.

Und hier die Geschichte:

Buch Genesis 22, 1-13
Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija, und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar. Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte. Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem. Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück. Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander. Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter. Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, daß du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.

Was heißt es jetzt, in unserer Gegenwart, dass sich das Verhältnis zwischen der Quelle und den Menschen weiterentwickelt hat?

Das Opfer einiger weniger Menschen, deren Hingabe ausgleicht, was an Dunklem getan wird, ist nicht mehr nötig. Alle Menschen, jeder Einzelne, ist gefragt, Verantwortung für sich zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, wie es weitergehen soll. Welche Werte haben Sie? Wohin richtet Sie sich aus? Das Ziel ist das gleiche: Mensch und Gott eng verbunden. Oder, wie bei den Neuen Kindern, Mensch und Gott sind schon eins. Und erschaffen. Und ….? Das weiß das irdiche Wachbewusstsein noch nicht. Es findet gerade bei den wenigen ersten statt. Sie sind dabei, aber verstehen noch nicht. Es gibt allerdings Kriterien, um zu erkennen, dass es geschieht.

Übrigens: Auch der gesamte Schöpfungstag entwickelt und entfaltet sich damit. Die Notwendigkeit von Materie, nämlich zur Quelle zurückzufinden, findet endlich, endlich sein Ziel. Gott tut alles dafür. Und damit beginnt eine neue Stunde in diesem Tag. Bewusstsein ging weg von Gott und kehrt nun verändert, individualisiert und selbstverantwortlich zurück.


Wer sind sie?

Die Neuen Kinder. Von denen ich spreche.

Wir können sie nur zu verstehen, wenn wir wissen, woher sie kommen. Denn sie „entspringen“ nicht (mehr) dem irdischen Inkarnationskreislauf! Werden sie aber von ihren Eltern oder anderen Bezugspersonen wie Großeltern, Lehrer, Erzieher usw. als „ganz normale Meschen“ betrachtet, werden sie schon nicht gesehen und können nicht korrekt wahrgenommen werden. Ihr Fühlen, ihre Denkweise, die Verarbeitung von Informationen und Reizen.

Einige von ihnen haben also den Inkarnationskreislauf vollendet. Sie bräuchten nicht mehr notwendig inkarnieren, um in der Polarität (Abgetrenntsein von Gott) und Dualität (Spannungsfeld der unendlichen Möglichkeiten im Bereich zwischen schwarz und weiß) zu lernen und den Rückweg zur Quelle zu gehen. Sie sind ihn bereits vollständig gegangen. Ihre Seele ist wieder eins mit der Quelle geworden. Sie haben den Ertrag ihrer irdischen Inkarnationen nach Hause gebracht: In das Quellbewusstsein. Damit endete auch das irdisch begrenzte menschlich-individuelle Bewusstsein. Dennoch bleibt ihre Individualität erhalten: als Grundsubstanz oder auch Essenz, mit der sie das Quellfeld bereichern. Dieses befindet sich teilweise im Herzen des Menschen, solange er als solcher lebt. Zum anderen Teil wird er nach jeder Inkarnation und der auf den psychischen Tod folgenden Aufarbeitungs- und Lernphase in der Seele des Menschen abgespeichert.

Und nun kommt das Spannende: Wenn sie dennoch wieder inkarnieren, besitzen sie kein abgeschlossenes individuelles Bewusstsein, wie es ein normal gesunder Mensch von sich kennt.


*kleine Anmerkung: Der 4. Mensch, Gitta Malasz, musste überleben, denn die vorwiegend in Budapest aufgezeichneten Worte sollten weiter gegeben werden, noch mehr Menschen erreichen und zusammen mit dem Heiligen Geist wirken. Es hat noch ein paar Jahrzehnte gedauert, doch dann, eines Tages, war es soweit. Gitta Mallasz konnte ihre Aufzeichnungen zuerst in Frankreich übersetzen lassen und dann endlich veröffentlichen. Gott hat eine andere Zeit.