Hochsensibilität

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„Stell dich nicht so an!“ ist ein Standardspruch, der an viele von uns gerichtet wurde. Auch ich sollte mich ans Rausein gewöhnen, das galt als Stärke. Trotz meiner teils  mühsamen Bemühungen, die Sensitivität abzutrainieren, wollte sie einfach nicht gehen.

Die Wende in meinem persönlichen Erleben trat ein, als ich beschloss, nicht mehr nur unter ihr zu leiden, sondern ihre Gaben zu erkennen und zu entwickeln. Zusammen mit der Rückschulung bedeutete dies gravierende neue Vorzeichen sowohl für Beruf(ung) als auch mein privates Leben.

Immer bleibt es Herausforderung, mit ihr zu leben. Besonders in der Großstadt oder einem härteren familiären oder beruflichen Umfeld. Hochsensible Menschen haben daher wenig Vorbilder, auf die sie sich im Alltag  beziehen können, um selbst in freier Weise zu wachsen und zu gedeihen – bis auf die Wenigen, denen das Umfeld, weil es mit dem Herzen liebte, auch half.

Sie finden in meiner Praxis die Möglichkeit, sich in ihrem Wesen zu stärken, nach Ihren Gaben zu fragen und Klärung in Ihre Bedürfnisse und Ihr Sein zu bringen. Auch das Thema der Berufung und der Lebensaufgabe dürfen Sie ansprechen.

Angebot für hochsensible Menschen
  • Erarbeitung der besonderen Achtsamkeit, die Ihre spezielle Ausprägung verlang
  • Feinstoffliches Arbeiten, um sich körperlich und seelisch zu kräftigen und Belastendes abzulegen
  • Frage nach Ihren besonderen Fähigkeiten und Gaben
  • Beruf und Berufung
  • Blick auf das größere Ganze

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Texte zur Hochsensibilität

Seit einigen Jahren beobachten immer mehr Menschen eine gewachsene Sensibilität an sich, die sich zu einem Problem im Alltag entwickeln kann.  Sie schrecken bei lauten Geräuschen zusammen oder reagieren auf zu intensive Gerüche.  Sie „hören das Gras wachsen“, fühlen sich leicht „auf den Schlips getreten“, wollen ständig „ihre Ruhe“. Wieder andere vertragen die gewohnte Nahrung nicht mehr oder sind an den unterschiedlichsten Stellen ihres Körpers „überempfindlich“.

Hochsensibilität kann sowohl angeboren als auch erworben sein und bringt neben einem oft erlebten Ungenügen auch Stärken und Fähigkeiten mit sich.  So waren viele der „Erfinder“ naturheilkundlicher und feinstofflicher Behandlungsweisen hochgradig sensibel. Musiker, Maler, Schauspieler, Dichter, in den Künsten können wir sie finden und leider mitunter auch in der Unterschicht, unter denen, die „es nicht geschafft haben“.

Übrigens: Oft überlappt sich die Hochsensibilität mit AD(H)S. Und auch die Verbindung mit (umgeschulter) Linkshändigkeit ist ein wichtiger Aspekt.

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Selber hochsensibel, habe ich mich vor etwa 10 Jahren getraut, einen Vortrag zu diesem wichtigen Thema zu halten, um damit in die Öffentlichkeit zu gehen und Betroffene und Interessierte zu informieren, anzuregen und, wenn gewünscht, einige Hilfestellungen zu geben. Das große Interesse an diesem Vortrag hat inzwischen eine Reihe weitere Themenabende nach sich gezogen und die Unterstützung Hochsensibler nimt in meiner Praxis einen größeren Raum ein.

Ich selbst habe ja in den letzten Jahren erfahren, wie meine „Schwäche“ der Empfindsam- und Empfindlichkeit zugleich meine Stärke ist. Einerseits ist mir einiges versagt – ich kann beispielsweise nicht einfach mal so zu einer Party gehen – aber andererseits befähigt sie mich zu Dingen, die mir selbstverständlich erscheinen, Anderen jedoch Staunen entlocken.  Allerdings musste ich erst den Mut aufbringen, diese Fähigkeiten in mir anzuerkennen und zu fördern! Wie mir ergeht es auch anderen. Hochsensiblilität ist daher weder ein Trauerthema noch das einer er sich selber zujubelnden Hochbegabung. Der Umgang mit ihr erfordert aber einige Disziplin, Experimentierfreudigkeit, Mut, Offenheit und Lust, um ein erfülltes Leben als HSP (Highly Sensitiv Person) zu entwickeln.